Wir werden, was wir verehren

Greg Beale betitelte sein wegweisendes Buch We Become What We Worship . Seine These ist einfach: „Was Menschen verehren, ähneln sie entweder dem Untergang oder der Wiederherstellung.“ Er zeichnet das Thema in der gesamten Schrift nach, um zu zeigen, dass wir Anbeter sind und dass unsere Anbetung uns bloßstellt und verändert. Wir verehren entweder die Welt und richten uns nach den sündigen Mustern der Welt, oder wir verehren Gott und richten uns nach und nach nach nach seinem Ebenbild.

Nimm das Buch der Römer. Beale weist darauf hin, dass das griechische Wort für Repräsentation oder Bild (εἰκἰνος) an zwei Stellen vorkommt (Römer 1:23, 8:29).

In der ersten Referenz beginnt Paulus mit den Objekten und Wirkungen der heidnischen Anbetung. Die heidnische Verehrung eines Bildes ist ein Akt der Ersetzung Gottes. Idole sind verdrehte Versionen der Realität. Wann immer wir ein erschaffenes Objekt oder eine Person oder ein Tier anbeten, handeln wir unnatürlich gegenüber dem Schöpfer. Und durch diese unnatürliche Anbetung eines geschaffenen Dings erhält das Leben des Anbeters zunehmend unnatürliche Eigenschaften - und dieser unnatürliche Charakter spiegelt sich in den unnatürlichen sexuellen Sünden wider, die Paulus später beschreibt.

Der zweite Hinweis auf das Bild ist in Römer 8:29 zu finden, wo Paulus von denen spricht, die Gott verehren. Diejenigen, die „Gott lieben“, werden dem Bild Christi angepasst. Dies wird jetzt wahr und wird sich letztendlich in der Verherrlichung voll offenbaren.

Was Beale in den Römern sieht, ist, dass wir in eines von zwei Bildern geformt werden: entweder in die Verzerrung der Schöpfung (ein Idol) oder in das Bild des Schöpfers.

Dieser Kontrast wird in den Parallelen zwischen der Anbetung in Römer 1: 18–27 und der Anbetung in Römer 12: 1–2 deutlicher. Dort sehen wir einen deutlichen Unterschied zwischen dem Dienst an der Welt und dem Dienst an Gott. zwischen dem Missbrauch des Körpers und dem Anbieten des Körpers als Dienstleistung; zwischen dem Leben mit einem von Gott missbilligten Geist und dem Leben mit einem von Gott anerkannten Geist.

In der lebenslangen Anbetung Gottes werden unsere Gedanken verändert und wir werden an das Bild Christi angepasst (siehe Kolosser 3:10). Wenn ein Herz beim Götzendienst ein geschaffenes Bild anbetet, wird es in seiner unnatürlichen Verzerrung an die Welt angepasst (siehe Römer 1: 18–27). Und Gott ist in beiden Prozessen nicht passiv.

Beales Argument ist, dass unsere Anbetung und unsere Zuneigung im Moment Hinweise auf eine zukünftige Entwicklung sind. Unsere Anbetung zielt entweder auf unseren Untergang oder unsere Anbetung auf unsere Wiederherstellung, aber in beiden Fällen. Wir werden zu dem, was wir verehren. So ist der Heiligungsprozess die gnädige Umleitung unserer Verehrung und Zuneigung von der Weltlichkeit zu Gottes Ebenbild in Jesus, wenn wir uns diesem Ebenbild anpassen (siehe 2 Korinther 3:18).

Und ich werde dieses Thema in meinen nächsten beiden Blog-Beiträgen aufgreifen.

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